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Sint-Janshospitaal – Info Erneuerung

Die Geschichte

Ab dem 12. Jahrhundert bot das Sint-Janshospitaal, eines der typischsten Brügger Denkmäler, Pilgern, Armen und Kranken Unterschlupf. Sie wurden in drei monumentalen Krankensälen untergebracht, die im 13. Jahrhundert errichtet wurden. Das Bruderkloster daneben stammt aus derselben Zeit. Gut drei Jahrhunderte später, im 16. und 17. Jahrhundert, kam das Schwesternkloster hinzu. Das Objekt ist eines der ältesten noch erhaltenen Krankenhäuser Europas. Auch das Gebiet um das Hospital hat noch ursprünglichen Charakter.

1864 zogen die Kranken in ein neues Gebäude um, das auf dem Krankenhausgeländer errichtet wurde. Die drei Hallen mit Kirche, vormals ein großer Raum, wurden je nach den Funktionen, die den historischen Sälen zugedacht wurden, aufgeteilt.

Die Erneuerung

Brügge und die flämische Museumswelt mussten sich sehr in Geduld üben, bevor es soweit war: die komplette Wiedereröffnung und Erneuerung des Memlingmuseum-Sint-Janshospitaal. In guten und schlechten Zeiten konnte man in den letzten Jahren nur Teile der Gebäude und der Kunstsammlung besichtigen. Obschon das Monument früher bereits etliche Restaurierungen über sich ergehen lassen musste, darf behauptet werden, dass vor allem in dem Zeitraum von 1984 bis heute außergewöhnlich gründlich zu Werke gegangen wurde. Wegen des Umfangs der Arbeiten geschah dies in verschiedenen Phasen: die Architektur selbst, die Fassaden, Dächer, Dachböden, Böden, kurzum – alles wurde restauriert.

Das Museum

Aber zum ersten Mal wurde auch das gesamte Denkmal im Hinblick auf einen musealen Zweck ausgestattet: Die Ergänzungsmauern wurden entfernt, so dass die Krankensäle ihre Monumentalität wiedergewannen. Im vormaligen Bruderkloster trifft man jetzt auf eine Apotheke aus dem 17. Jahrhundert. Die beiden prächtig restaurierten Dachböden sind ebenso einen Besuch wert.

An der Stelle des ersten Eingangs, an der Mariastraat, betritt man jetzt direkt einen neuen Aufenthaltsraum.

Das Museum, das von Anfang an eine internationale Ausstrahlung besaß, hat eine regelrechte Evolution erfahren. 1893 mussten sich die zahlreichen Kunstliebhaber mit einem kleinen Saal des Schwesternklosters zufrieden geben. Was jedoch dieses Museum so einzigartig macht, ist die Einrichtung, die im Laufe der Jahrhunderte für das Leben im Hospital angeschafft wurde und die größtenteils erhalten geblieben ist. Die Verbindung zwischen dem Denkmal, den Kunstwerken und der Umgebung ist außergewöhnlich; das Angebot sehr umfangreich.

Die Kollektion
Die Museumsaufstellung wurde vollständig neu überdacht: Die Museumsobjekte bringen auf thematische Art und Weise die Geschichte des Lebens in das Haus, ab dem Mittelalter bis zum Ende des 18. Jahrhunderts. In der Kirche und der Corneliuskapelle werden die Meisterwerke von Hans Memling aus dem 15. Jahrhundert präsentiert. Die Anziehungskraft dieses Museums ist zumindest bemerkenswert zu nennen.

Die Museumsarchitektur ist ganz nach Maß gemacht, mit Respekt vor dem Denkmal, das jetzt endgültig eine gute Bestimmung bekommen hat, und vor der Atmosphäre, die das Gebäude und die Einrichtung ausstrahlen.

Das Museum beleuchtet die Armen- und Krankenpflege in der Vergangenheit. Hier liegt der Ursprung des AZ Sint-Jan, heute ein modernen Krankenhaus, aber schon neun Jahrhunderte alt.

 

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